Reportage und ARD-Film Absturz Swissair 330

Terroranschlag auf ein Swissair-Flugzeug

Dokumentarfilm ARD1/3SAT «Der Todesflug von Swissair 330 – Terroranschlag ohne Sühne» des Südwestrundfunks mit Dreharbeiten im Nahen Osten.

«Ich kann nicht begreifen, dass nichts passiert ist.» Seit über 40 Jahren wartet Doris Bosshard-Kuhn auf Gerechtigkeit. Heute ist sie über neunzig Jahre alt. Ihr Mann, Flugkapitän Hans Kuhn, kam 1970 ums Leben als Swissair-Flug 330 bei Würenlingen im Kanton Aargau abstürzte weil eine Paketbombe an Bord explodierte. 47 Menschen starben. Die Bombe war von Terroristen der PFLP, der Volksfront zur Befreiung Palästinas in München aufgegeben worden. Die Attentäter wurden schnell ermittelt, ihre Adressen im Ausland waren bekannt. Aber weder die Deutschen noch die Schweizer Behörden unternahmen genug gegen die mutmasslichen Täter.

Der Film erzählt die Geschichte eines dramatischen Falls mit dem Protagonisten und Journalisten Walter Senn, der  damals als Reporter des Schweizer Radios als erster an der Unfallstelle in Würenlingen eintraf. Walter Senn hatte sich empört, dass die Täterschaft von den Schweizer Behörden nie zur Rechenschaft gezogen worden war, obwohl ihre Adressen in Jordanien bekannt waren. Seither ist er diesem Fall immer wieder journalistisch nachgegangen, aber bei der Bundesanwaltschaft und der Justiz stets auf geschlossene Türen gestossen. Was mögen Bundesrat und Bundesanwaltschaft bewogen haben, den Fall von 47 ermordeten Menschen einfach unter den Tisch zu kehren. Der Film des Deutschen Fernsehen ARD1/3SAT gibt darauf mögliche Antworten.

Zum ARD-Film

 

Leila Khaled
In ihrer Wohnung in Amman anlässlich der Dreharbeiten für die ARD im Jahre 2011.

Leila Khaled war Flugzeugentführerin und Topterroristin der PFLP (Popular Front for the Liberation of Palestine). Sie selber nennt sich «Freedom Fighter», was ihr angesichts der israelischen Aggression nicht ganz abzusprechen ist.